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Bulgarien mit Vitsche 2012

 

 
 
Samstag 10. März 2012

Die Tour beginnt. Vitsche und ich haben unsere Sachen gepackt, freudig in Erwartung, für unsere erste gemeinsame Reise in Vitsches Heimat: Bulgarien. Wir hatten mindestens 25 Stunden Fahrt vor uns. Und wir wussten, das wird eine sehr lange Fahrt. Dennoch freuten wir uns sehr darauf.

 

 

 

Los ging es Richtung Österreich. Nach ca. 560 Kilometer kamen wir an der Österreichischen Grenze an. Immer noch gut gelaunt und voller Vorfreude. Nach einem kurzen Tankstop ging es weiter nach Ungarn. Dort kamen wir nach ca. 350 Kilometer später an. Ein kurzer Stop zum Kaffee trinken und weiter ging es Richtung Rumänien. Dort kamen wir nach nochmals ca. 370 Kilometer an. In Rumänien tankten wir ein letztes Mal, bevor uns Bulgarien mit einer aufgehenden Sonne empfing.
Nach ca. 700 Kilometer durch Rumänien war es soweit. Wir waren an der Bulgarischen Grenze. Dort mussten wir erst einmal eine kurze Rast in "Ruse" einlegen. Wir waren doch nun sehr erschöpft von der langen Fahrt. Aber nach einem Kaffee und einem Stück Kuchen ging es uns gleich viel besser. Und weiter ging die Fahrt nach "Isperih", wo Vitsches Bruder wohnt und wir eine Wohnung von einem Bekannten von Vitsche zur Verfügung gestellt bekamen.

 

 

Nach 24 Stunden war es dann endlich soweit, wir waren endlich bei Vitsches Bruder, in Isperih angekommen. Die Wiedersehensfreude war von beiden Seiten sehr groß. Leider war Batko (Batko =  großer Bruder) zu dem Zeitpunkt schon sehr krank und stark vom Krebs gezeichnet. Umso mehr  freute auch ich mich, Batko noch einmal zu sehen.

Nachtrag: Am 24.April 2012, kurz nach unserem Besuch, ist er leider gestorben.

Racho, ein guter Freund von Vitsche und Batko, stellte uns eine kleine Wohnung, die er gerade am renovieren war, zur Verfügung. Es war schon ein wenig wie Campingurlaub, mit dem Unterschied, dass wir ein funktionsfähiges Bad mit Toilette hatten. Aber ansonsten war es eher sehr spartanisch, was aber unserer Stimmung überhaupt keinen Abbruch tat.

 

 

Für mich tat sich in Bulgarien eine vollkommen andere Welt auf. Ich würde fast sagen, Bulgarien war fast wie das Nachkriegsdeutschland. Allerdings muss ich dazu sagen, dass es auch Orte und Gebiete in Bulgarien gibt, die dem heutigen Standart von Deutschland entsprechen. Aber die Gegend, in der Vitsche geboren und aufgewachsen war, ist doch alles in allem sehr rückständig.

Nichts desto trotz hatten wir eine sehr angenehme Zeit in Bulgarien. Nicht zuletzt auch wegen der guten Freunde von Vitsche (siehe weiter unten). Vitsche zeigte mir typische Stellen und Gegebenheiten in Bulgarien, die sie immer wieder an ihre Kindheit erinnerten.

So zum Beispiel der wöchentliche Markt auf dem es fast alles zu kaufen gab. Egal ob lebende Tiere oder Wollsocken und Werkzeuge. Es sah schon fast ein bisschen aus wie ein Trödelmarkt in Deutschland. Zwei Strassen werden jedes Mal für den Autoverkehr gesperrt und die Händler stellen ihre Waren am Straßenrand aus.

 

 

Montag bis Freitag

Zwischendurch mussten Vitsche und ich uns auch noch um das kümmern, was der zweite Grund unserer Reise war. Wir suchten Händler von Holz auf, sowohl Stämme als auch fertige Produkte wie Fässer und Fassdauben, um mit ihnen ins Geschäft zu kommen. Bis auf ganz wenige Ausnahmen, waren alle nur auf ihren Vorteil bedacht und hielten nicht was sie versprachen. Vitsche und ich sind fast 5.000 Kilometer kreuz und quer durch Bulgarien gefahren, um wenigstens ein kleines Geschäft machen zu können. Wie sich später herausstellte, war alles umsonst, weil keiner der Holzhändler die Qualität hatte, die wir für Deutschland gebraucht hätten.

Samstag 17. März 2012

Racho ließ sich immer wieder was einfallen um uns zu bewirten. Samstags organisierte er kurzerhand eine kleine Grillparty, zu der er uns einladen konnte. Auch Batko konnte mitgehen, obwohl er sehr schwach war. Aber dennoch machte es ihm sichtlich Spaß mit seinen Freunden und seiner kleinen Schwester noch mal eine Grillparty zu feiern. Racho war für die Steaks und das andere Grillgut verantwortlich, während Kalina, seine Frau, für die Salate und Brote verantwortlich war.

 

 

Nachdem es uns draußen zu kühl wurde, verlegten wir die Party einfach nach drinnen. Bei guter Musik und jede Menge Knabbereien, wurde die Stimmung immer besser. Auch ich genehmigte mir zur Abwechslung ein paar Bier und Schnäpse. Zum Glück konnten wir nach Hause laufen, denn die Wohnung in der wir übernachteten, lag gerade mal 15 Gehminuten von Rachos Haus entfernt. Fahren konnte nämlich keiner mehr von uns.
Dienstag 19. März 2012

Bevor wir wieder nach Hause fuhren, musste mir Vitsche unbedingt einmal Lovech zeigen. Das war die Stadt in der sie mit 15 Jahren zur Schule ging. Viele Erinnerungen kamen hoch. Ganz besonders als wir über eine der wenigen vollkommen überdachten Flußbrücken in Europa, gegangen sind. Lovech ist eine Bezirksstadt, die zu beiden Seiten des Flusses Ossam in den nördlichen Regionen des Balkangebirges liegt. Und genau über diesen Fluss, Ossam, führt diese überdachte Brücke. Irgendwann fahren wir noch einmal dorthin und decken uns mit Lederkleidung ein. Denn Lovech ist bekannt für seine große Lederindustrie.

 

Donnerstag 21. März 2012

Natürlich mussten wir auch Vitsches beste Freundin Vessi in Varna besuchen. Vessi wäre sonst richtig böse gewesen, wenn sie gehört hätte, dass wir in Bulgarien waren, ohne sie zu besuchen. Vessi ging mit uns runter zum Meer. Varna ist eine Hafenstadt am Schwarzen Meer und nach Sofia und Plowdiw die drittgrößte Stadt des Landes.

An dem Tag war es etwas kühl, sodass wir den Spatziergang am Meer nicht richtig genießen konnten. Aber dennoch war es wirklich schön an der Strandpromenade entlang zu schlendern, wo Bars, Restaurants und Diskotheken, dicht an dicht nebeneinander stehen. Leider waren die meisten Lokale noch zu, da diese meist nur in der Hauptsaison offen sind.

 

Samstag 24. März 2012

Nun hieß es wieder Abschied nehmen aus Bulgarien. Nachdem wir uns von allen verabschiedet hatten, machten wir uns auf den Weg, die 2.400 Kilometer, Richtung Heimat zurück zu fahren. Was bleibt sind die Erinnerungen (auch an die schlechten Strassen und die Eselkarren) und der Wunsch, bald mal wieder dorthin zu fahren.

 

 

 

 
 

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